Hakenhöfe bzw. Zwerchhöfe
Langangerdorf |
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Angerdörfer
konnen als die typische Siedlungsform des 12. Und 13. Jahrhunderts
angesehen werden. Das bestimmende Element ist eine Grünfläche (der
Anger)
inmitten der Siedlung, die häufig von einem kleinen Gerinne durchflossen
wird. Nach
der Form des Angers erfolgt die Einteilung in Rund-,
Breit-, Dreieck-, Linsen- und Langangerdörfer. |
Der
Anger war ursprünglich nicht verbaut. Er diente der gesamten
Dorfgemeinde zur Nutzung (Allmende). Randstraßen bilden den Abschluß des
Angers. Entlang
der Randstraßen sind die Blöcke angeordnet. Die Hausparzellen
haben eine Rechtecksform. Die Gehöfte entlang der Randstraße zeigen einen
einheitliche Baulinie. |
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Im
Weinviertel findet sich ausschließlich die geschlossene Siedlungsform.
Es gibt
keine Einzelgehöfte oder Streusiedlungen in der Landschaft. Die einzigen
Ausnahmen bieten in diesem Zusammenhang einige wenige Gutshöfe und
Mühlen.
Die einzelnen Gehöfte innerhalb der geschlossenen Siedlung (des Dorfes)
standen
immer schon in enger Beziehung zueinander. An der Dorfstraße reihte sich
Gehöft an Gehöft.
Jedes Grundstück schloß direkt an das Nachbargrundstück an. Die Grundstücke
waren daher eher schmal in der breite, dafür ziemlich lang. Diese Siedlungsweise
brachte Vorteile mit sich. Sie bot durch ihre Geschlossenheit sowohl
einen
gewissen
Schutz nach außen hin und erleichterte den Zugang zu den gemeinschaftlichen
Einrichtungen wie Dorfstraße, öffentl. Gebäude oder die Kirche. Die
unmittelbare
Nähe zu den Nachbarn förderte einerseits die Kommunikation, andererseits
hatte
jede Familie ihren intimen Bereich innerhalb des eigenen Gehöfts.> |
Anregungen und Bilder bitte an patzcity_at_aon.at oder dada! |